Martin Luther versammelt junge Stimmen und Familien um einen Tisch
Singspiel in Altwied war Gemeinschaftserfolg
Eine beeindruckende Aufführung des Werdegangs von Martin Luther hat der Evangelische Kirchenkreis Wied am 11. Juni in Altwied gefeiert. Mutige Kinder, tatkräftige Eltern, Zusammenarbeit mehrerer Gemeinden und lauschiges Ambiente: Der Erfolg des Kinder-Singspiels und anschließenden Familienfests war in jeder Hinsicht ein Gemeinschaftswerk. Das Stück leitet in Schlüsselszenen durchs Leben Luthers und zeigt im Vergleich zwischen ihm und seinen Kindern, was seine Erkenntnisse hervorgebracht haben: die Freiheit selber zu denken in der eigenen Sprache – auch schon als Schulkind!
30 junge Stimmen aus den evangelischen Kinderchören Feldkirchen, Altwied und Heddesdorf wirkten so zusammen, dass jede einmal vorn im Rampenlicht stand – ob als Freund, Geschwister oder Kind des Reformators, als Junker, Fischverkäuferin, Mann aus dem Volk, Vater oder Ehefrau von Martin Luther. In der Titelrolle überzeugte Jette Dunker mit Ausstrahlung, Textsicherheit und Präsenz. Elf Musiker an Flöten, Streichinstrumenten, Piano und Schlagzeug begleiteten die Sänger und Schauspieler in diesem Stück von Gerd-Peter Münden live
.
Ines Giegold dirigierte die Aufführung – die erste Geigerin hatte die Probenleitung von der erkrankten Kantorin Sabine Paganetti übernommen. Dass diese während der halbjährigen Vorbereitung dennoch schon vieles auf ein gutes Gleis gesetzt hatte, konnte man hören. Auch die Eltern und Freunde der Kinder übernahmen wesentliche Parts beim Soufflieren, Requisitenrücken, Kostümieren, Bühnenbau und bei der Tontechnik – sogar Pfarrer Tilmann Raithelhuber bekam eine kurze Rolle als Kardinal, den Martins unverfrorene Thesen vor Wut schäumen lassen.
Martin Luthers Mut, das Liebeslied zwischen ihm und seiner „Käthe“ oder die ehrlichen Kommentare aus dem Bauernvolk: Alle zusammen sorgten für Gänsehaut genauso wie für herzliche Lacher in der gut gefüllten Altwieder Kirche. Wer drinnen keinen Platz bekam, konnte im Kirchgarten die Live-Übertragung gucken.
Nach der einstündigen Aufführung, einer Zugabe, viel Applaus und Dank warteten im Garten hausgebackene Kuchen, Getränke und fair gehandelte Produkte auf das Luthervolk. Während die Erwachsenen beim Kaffeeklatsch zusammensaßen, zogen die Kinder in Gruppen durchs Dorf, um Punkte bei einer Lutherrallye zu sammeln: Sie probierten sich etwa im Letterndruck, Strohsackschlagen, Hufeisenwerfen, Bogenschießen und Bestimmen von Kräutern. Elf Familien hatten dafür Hof oder Garten geöffnet.
Dorothea Müth

 
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