Konfi-Camp in Kroatien
„Ich bin sehr froh, dabei gewesen zu sein!“
„Hast du nicht Lust mitzufahren?“ Mit dieser eigentlich harmlosen Frage „im Vorbeigehen“ begann meine Teilnahme am diesjährigen, dem 5. Konfi Camp, dieses Mal in Rabac auf der Halbinsel Istrien in Kroatien.
Als langjährige Teamerin beim Konfirmanden-Unterricht war es eigentlich für mich schon immer nur eine Frage der Zeit, wann ich auch an diesem Abschnitt der Konfirmanden-Zeit teilnehmen werde. Dieses Mal sollte es endlich klappen. Die Vorfreude wuchs ab dem Tag, an dem privat und beruflich alles entsprechend abgestimmt war.
Zur Vorbereitung gab es ein Treffen der Teamer. Hier erhielt ich bereits eine Ahnung davon, wie sehr dieses Unternehmen (mittlerweile – oder schon immer?) durchorganisiert ist. Alles war bedacht, eingeteilt, jeder Teamer hatte seine Aufgabe.
Die Wartezeit verging schnell. Mit zwei großen Reisebussen fuhren 67 Konfirmanden aus sechs Gemeinden des Kirchenkreises Wied sowie 16 Jugendliche, die die JugendleiterCard erwerben wollten, und 21 Betreuer nach Istrien in Kroatien.
Die lange Fahrtzeit wurde genutzt zum Kennenlernen der Teilnehmer der anderen Gemeinden, zum Spielen, Musik hören, schlafen … Heimweh und Reisekrankheit spielten nur eine geringe Rolle.
Jeder Tag begann mit einem „Morgeneinstieg“ nach dem Frühstück, gehalten von einer/m Pfarrer/in. In den dann folgenden Stunden unterrichteten diese „ihre“ Konfirmand/inn/en zu den „Perlen des Glaubens“.
Dies sind insgesamt 18 Perlen, zu einem Armband zusammengefädelt: es gibt die sechs Perlen der Stille, die Ich-Perle, die Tauf-Perle, die Wüsten-Perle, die Perle der Gelassenheit, zwei Perlen der Liebe, drei Geheimnis-Perlen, die Perle der Nacht sowie die Perle der Auferstehung und die Gottesperle. Jede dieser Perlen symbolisiert eine Lebensfrage, einen eigenen Gedanken oder ein Gebet und macht den Glauben im wahrsten Sinne des Wortes begreifbar.
Parallel zu dem Konfirmanden-Unterricht wurden die JuleiCas auf die unterschiedlichen Themen zum Leiten von Gruppen vorbereitet. Dazu gehörten Fragen aus pädagogischem, theologischem, juristischem Bereich sowie auch die konkrete Planung und Durchführung.
Die an die Unterrichtsstunden anschließende freie Zeit konnte dann nach Absprachen in Kleingruppen zum Schwimmen im Meer oder im Pool genutzt werden oder zum Flanieren über die Strandpromenade von Rabac. Wer wollte, konnte auch gerne zum Ausruhen im Camp bleiben oder dort täglich wechselnde kreative Angebote nutzen, gemeinsame Wanderungen unternehmen.
Die Tage gingen schnell und unbeschwert vorbei. Die Konfirmanden lernten die unterschiedlichen Hintergründe der einzelnen Perlen kennen, während die JuleiCas ihr Erlerntes gleich in die Praxis umsetzten konnten und eine Kurzandacht und einen Spieleabend vorbereiteten und sehr erfolgreich durchführten.
Am Abreisetag war für alle ein Tagesausflug nach Pula, der größten Stadt Istriens, geplant. Nach dem abschließenden letzten Abendessen auf dem Campingplatz wurde das Gepäck in die bereits wartenden Reisebusse verstaut, Plätze eingenommen und die Heimreise angetreten. Zum guten Gelingen hat nicht zuletzt auch das sehr gute Wetter eine große Rolle beigetragen.
Beeindruckt hat mich nicht nur das harmonische Zusammenleben von so vielen Menschen unterschiedlicher Altersstufen und mit abweichenden Bedürfnissen und Interessen auf relativ engem Raum bei meist bester Laune, sondern auch die Tatsache, dass die Teilnehmer/innen, die sich vorher ja kaum oder gar nicht kannten, ein so hohes Maß an Fürsorge für einander aufgebracht haben. Ich bin sehr froh, dabei gewesen zu sein!
Diese unvergesslichen Erfahrungen wünsche ich noch vielen weiteren Jugendlichen, z. B. im nächsten Jahr in der Toskana.
Simone Grundmann

 
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